Zellgruppenkonferenz 2026


Über 24 Stunden voller Inspiration, Tränen und neuer Hoffnung

Am letzten Januarwochenende trafen sich Gemeindeleiter, Pastoren und Zellgruppen-Begeisterte aus ganz Deutschland zur 3. Zellgruppenkonferenz in Marburg. Was als Konferenz begann, wurde zu einem Augenblick, in dem viele das Gefühl hatten: Hier passiert etwas Besonderes.

„Wir wollen sehen, dass eine neue Bewegung entsteht in unserem Land von Jüngern und Jüngermachern“, fasste Alexander Hirsch, Pastor der Anskar-Kirche Marburg, die Vision der Konferenz zusammen.


Ein bewegender Einstieg: „Immanuel – Gott ist mit uns“

Die Eröffnung stand unter einem sehr persönlichen Vorzeichen. Simon Hoffmann teilte offen die schwere Krebsdiagnose seiner Frau – und wie sie in dieser Zeit an einer Wahrheit festhalten: Immanuel – Gott ist mit uns.

„Was ist wirklich das, was hält? Wisst ihr, was das ist? Das ist unser Gott Immanuel, Gott ist mit uns.“
Simon Hoffmann

Ein Moment, der den Raum berührte und von Anfang an eine tiefe, authentische Atmosphäre schuf. Das Konferenzlied „Holy forever“ – „Heilig für immer“ von Chris Tomlin wurde zum Herzstück des gemeinsamen Lobpreises.


Die Kernbotschaft: Warum vor Wie

Jürgen Justus brachte es auf den Punkt:

„Wenn du die Bestimmung einer Sache nicht kennst, wirst du sie vermutlich missbrauchen.“

Bevor wir über Strukturen und Methoden sprechen, müssen wir das Warum verstehen. Warum Jüngerschaft? Weil… (nach Johannes 17,9–10)

  1. Du gehörst Gott – Du bist sein Eigentum, geliebt und gewollt
  2. Gott hat Interesse an dir – Er will in deinem Leben wirken
  3. Jesus wird durch dich verherrlicht – Dein Leben soll sein Licht widerspiegeln

Internationale Impulse: Joel Comiskey live

Ein Highlight war der Beitrag von Joel Comiskey, dem weltweit anerkannten Experten für Zellgemeinden – liebevoll „Kleingruppenpapst“ genannt. Seine Botschaft war klar und ermutigend:

„Es geht nicht zuerst um zahlenmäßiges Wachstum, sondern darum, treu zu sein und Menschen zu Jüngern zu machen.“

Joel teilte offen seine eigenen Fehler und Misserfolge – und warnte humorvoll vor dem „Yonggi Cho Neid“, der Versuchung, große Gemeindezahlen nachjagen zu wollen. Stattdessen: Treue statt Zahlen. Beziehung statt Statistik.

Ein weiterer Schlüsselimpuls: Gebet als Fundament der Multiplikation.

„Bevor wir an Multiplikation arbeiten, müssen wir zurückkommen zu dem, was Jesus sagt: Bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter aussende.“


Aus der Praxis: Geschichten, die Mut machen

Mosbach: Vom vollen Gottesdienst zur lebendigen Zellgemeinde

Jonathan aus der Stadtmission Mosbach berichtete vom Transformationsprozess seiner Gemeinde:

  • Das Problem: Überfüllte Gottesdienste, aber nur „Transferwachstum“ – keine echten Bekehrungen
  • Der Prozess: Zellgruppenkonferenz-Besuch, Bücher lesen, Predigtreihen, Zellgruppen-Retreat
  • Das Ergebnis: 6 aktive Zellgruppen – und junge Christen wie Leon (20), der seine Freunde erreicht, die nie in einen Gottesdienst kommen würden

Leon Arslan, seit 3 Jahren Christ und Co-Leiter einer Zellgruppe, brachte es auf den Punkt: Sein Freund Lars, der den Glauben anfangs als „Quatsch“ abtat, wünschte zu Silvester ein „gesegnetes neues Jahr“. Kleine Schritte – große Bedeutung.


Innsbruck: Eine Schamanin findet Jesus

Michaela und Andreas aus der „Kirche im Kino“ in Innsbruck erzählten bewegende Geschichten:

  • Eine Schamanin, die in einer Homegroup die Geschichte von der Heilung des Gelähmten (Markus 2) hörte und nach einem halben Jahr Jesus fand
  • Eine Agnostikerin, die nie eine Kirche betreten konnte, aber durch die Homegroup zum Glauben kam – heute ist sie Mitarbeiterin in einer Wiener Gemeinde
  • Eine Familie im Stubaital – darunter ein Kuh-Europameister – die ihr Haus für andere öffnete

Stuttgart: Wenn niemand kommt – und Gott trotzdem wirkt

Eine sehr ermutigende Geschichten kam von Daniel Koch aus dem Stuttgarter Raum:

Nach Monaten der Vorbereitung, des Gebets und Fastens kam zum ersten Zellgruppen-„Kick-Off“ niemand. Null. Aber dann geschah das Unerwartete: Zwei unkirchliche Freunde – Anselm und Tobi – fanden die Gemeinde online, wurden von einem Zeugnis berührt und kamen zur Zellgruppe.

Anselm, der sich selbst als „ziemlichen Dickkopf“ beschreibt, sagte:

„Wenn selbst in mir Veränderungen stattfinden durch Jesus, dann kann das auch für die stattfinden, die vielleicht hinwollen, aber noch zögern.“

Beide laden nun ihre nicht-christlichen Freunde ein. Nichtchristen laden Nichtchristen ein – genau so funktioniert Multiplikation.


Köln: Vom Skeptiker zum Visionär

Viktor, der neue Pastor der Kölner Stadtmission, gab ehrlich zu: Er war anfangs skeptisch. „Zellgruppe“ fand er nicht in der Bibel, und er hörte nur „Bibel und Bier“.

Dann besuchte er eine Konferenz mit Inar aus Brasilien – und alles änderte sich:

„Was ist das höchste Ziel des Menschen? Gott zu verherrlichen, indem er sich an ihm für immer erfreut. Genau darum geht es bei Zellgruppen.“

Die Kölner Stadtmission startete um den Jahreswechsel 2025/2026 ihre ersten drei Zellgruppen.


Die brasilianische Stimme: Einheit als Schlüssel zur Erweckung

Inar aus Brasilien sprach über einen oft übersehenen Aspekt:

„Einheit wird geschaffen durch den Heiligen Geist. Aber sie muss erhalten werden durch das Band des Friedens.“

Ihr Aufruf: Unterschiede beiseitelegen. In Demut, Sanftmut, Geduld und Liebe zusammenstehen. Denn Einheit ist die Voraussetzung für das, was viele auf der Konferenz spürten:

Vorboten einer Erweckung in Deutschland.


Die Entscheidung: Wirst du ein Jüngermacher?

Am Ende stand eine zentrale Frage: Was ist dein nächster Schritt?

Simon Hoffmann fasste zusammen:

„Ich glaube, das ist nicht irgendeine Technik, sondern das ist eine Idee von Jesus, der ich folgen würde.“

Der „Kardinalvers“ der Bewegung (2. Timotheus 2,2):

„Was du von mir in Gegenwart von vielen Zeugen gehört hast, das vertraue treuen Menschen an, die tüchtig sind, auch andere zu lehren.“


Praktische Angebote: DNA Deutschland begleitet

Für alle, die den nächsten Schritt gehen wollen, bietet DNA Deutschland zwei Programme:

1. Für Pastoren und Gemeindeleiter

Ein einjähriges Begleitprogramm mit Seminartagen und monatlichen Zoom-Calls:

  • Persönliche Vorbereitung
  • Einbindung der Gemeinde
  • Gebetskampagnen
  • Leitermobilisierung
  • Starten von Zellgruppen
  • Aufbau einer Coaching-Struktur

2. Für Einzelpersonen

Eine 14-monatige Zellgruppenleiterschulung:

  • Wie starte ich eine Zellgruppe?
  • Wie lade ich Menschen ein?
  • Wie führe ich eine Gruppe?
  • Wie integriere ich sie in die Gemeinde?

Neugierig geworden? Dann melde dich hier für ein Kennenlernen an: https://bibel.notion.site/2e89347d754881799244ce4d1d42776d


Save the Date: 4. Zellgruppenkonferenz 2027

29.–30. Januar 2027 – Sei dabei, wenn die Bewegung weitergeht!


Stimmen der Konferenz

„Wir brauchen nicht einfach Treffen, wir brauchen Veränderung.“
Jürgen Justus

„Ich habe noch nie einen Fischer gesehen, der versucht hat, Fische zu fangen innerhalb des Bootes.“
Inar Brandao

„Die Zellgruppe ist die Gemeinde. Das ist die Ekklesia.“
Joel Comiskey

„Das Ziel ist Treue. Es ist zu tun, was Gott uns berufen hat zu tun. Das Ergebnis gehört ihm.“
Inar Brandao


Fazit: Etwas liegt in der Luft

Diese Konferenz war mehr als ein Event. Es war ein Moment, in dem viele spürten: Gott ist am Wirken. In Deutschland. In unseren Gemeinden. In kleinen Gruppen, die sich in Wohnzimmern und an vielen andren Orten treffen.

Die Tränen flossen – vor Trauer über das, was fehlt, und vor Freude über das, was Gott tut. Die Geschichten von Schamaninnen, die Jesus finden, von Skeptikern, die zu Visionären werden, und von Nichtchristen, die Nichtchristen einladen, haben Mut gemacht.

Die Frage bleibt: Wirst du ein Jüngermacher? Wirst du dein Wohnzimmer öffnen? Wirst du dich auf dieses Abenteuer einlassen?

Die Bewegung hat begonnen. Sei dabei.


Mehr Informationen unter DNA Deutschland

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Bilder von der Konferenz

Zellgruppenkonferenz 2026